KünstlerInnen und Projekte

KünstlerInnen und Projekte

 

 Eine vorläufige Liste der anwesenden KünsterInnen und ihrer Projekte, sowie weitere Informationen zu Veranstaltungen im Rahmen des Sommerateliers 2014.

 

Haphazard Sketches / Özlem Akgündüz (Istanbul)

Zeichnungen

Ozlem_k.jpg

"I would like to take part in the atelier as a painter who documents the events meanwhile, whereas doing free sketches haphazardly. Sketches will take place of documentary photographs or films, and will present my way of perceiving free space via free drawings and free thinking, without the support of technological equipment as a challenge for another way of comprehending time and space."

Website

 

Mutter + Künstlerin / Jenny Alten (Potsdam)

Malerei

Mutter und Künstlerin? Einschränkung oder Bereicherung? Der Freiraum, der sich mir durch die Mutterschaft auftut, besteht aus einer höheren Intensität, durch die Linse der konkreten Bedürfnisse meiner Kinder: Die Notwendigkeit zur Abgrenzung einerseits, und Vermittlung andererseits sind auch elementare Aufgaben als Künstlerin im gesellschaftlichen Kontext. Freiraum heute also (auch) als Verringerung der Optionen?
Wie wirkt sich dies formell und inhaltlich auf den Malprozess aus? Kleiner, schneller, gefälliger? Was entsteht in Tübingen in 2 Tagen, wegen, nicht trotz Kind?

 

Schreiblabor / Damaris Wurster (Rottenburg)

Text/Fotografie

Damaris_k.jpg

Der Prozess des Schreibens ist nicht selten ein einsiedlerischer Vorgang hinter verschlossenen Türen. Während des Sommerateliers wird der Schreibprozess aus den eigenen vier Wänden in die Schedhalle getragen. Vor Ort werden momentan entstehende Arbeiten weiterentwickelt. Die Texte/Textpassagen werden mit Fotografien verknüpft, die Inspirationsquelle sind und die Texte weiter vorantreiben. Es werden Text und Bildcollagen entstehen, die öffentlich gezeigt werden. Wie stark wird die neue Umgebung die Texte beeinflussen?

Website

 

ICH WAR HIER /  Anja Khersonska (Saarbrücken)

Installation

Anja_k.jpg

"Einer sagte mal über mich: 'Die Anja breitet sich immer sofort im Raum aus...' Und das hab ich vor. Zwei Wochen lang. Mal schauen, was von mir übrig bleibt."

 

Is home where my house is? / Martina Kartelo (Split / Croatia)

Workshop / Interaktive Performance

Martina Kartelo wird während des Sommerateliers einen Workshop organisieren, bei dem sie mit den anderen beteiligten Künstlern und Festivalbesuchern ungenutzte Räume und deren Probleme betrachtet. Verlassene Räume im Schlachthofareal werden erkundet, aus in der Umgebung gefundenen Materialien soll während des Sommerateliers ein mobiles Haus entstehen, das mehrmals am Tag seine Position ändert. An mehreren Stunden täglich bewohnt die Künsterin das selbstgebaute Haus.

 

Salma Series Container Fountain - Caro Krebietke (Stuttgart)

Die Themen meiner Installationen, Interventionen und Zeichnungen entstehen im Dialog mit der Umgebung oder / und mit verschiedenen Gruppen von Menschen. Der besondere Charakter meiner Projekte entsteht meist durch die Beschaffenheit der Gegenstände und Materialien, die ich vorfinde. Ihre Eigenschaften und Strukturen werden zur Sprache, die die Richtung meiner künstlerischen Absichten bestimmt. So erfinden sich die Projekte teilweise selbst. Der Zufall spielt eine große Rolle und auch die Geschichten und Charaktere der beteiligten Personen. Ich verändere  öffentlichen Raum durch die Interaktionen mit den Teilnehmern und dem jeweiligen Standort. Viele Ausdrucksformen sind möglich während dieser Prozess seiner eigenen inneren Logik folgt. Ich sehe meine Projekte als ein Crossover zwischen künstlerischen und wissenschaftlichen Methoden.

Projektvorhaben Shedhalle:

Samla Series Container Fountain
Freiraum Shedhalle in 8 Boxen

Blumenkohl und Papierrolle, schwarzer Schal, Nase, Dasistdashausvomnikolaus, diverse Sofas,  Aschenbecher, Premiumcola, Brot von gestern zum Mitnehmen, rosa Blümchen auf schwarzer Folie, „der Tresen“, ein interaktives Haus, Bunkerführung, Kinderwagen, Panzerbilder, Babynahrung, Kaffeefahrt, Wurstbrot, Soundtrack, die gelbe Schreibmaschine, Kaffee, Zucker, Salz, Leinwand, Klebstoff, Kinder kosten Geld, Acrylfarbe, Standortlazarett, Matratze und Schlafsack ….....

Zwei Wochen Sommeratelier. Bilder, Namen und Texte bewegen sich in den 8 Boxen der Samla Series Container Fountain.

Ein spielerisches Protokoll verschiedener künstlerischer Positionen und Arbeitsergebnisse ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

spendedichfrei  + mehrzeitzumrauchenundtrinken/ Lynh Nguyen (Tübingen)

spendedichfrei (Plastik)
pappmaché-sparschwein hergestellt aus geklauten zeitungen des axel-springer-verlags zur einfachen befreiung der bewohner tübingens von eventuellen gewissensbissen und zur dekoration der stadt.

mehrzeitzumrauchenundtrinken (Bild)

acrylfarbe und servietten auf gewebten bücherseiten zur verschönerung tübingens. 

 

Bar-Waren - Ich bin mal so frei im Raum / Matthias Mühleisen (Tübingen)

Installation, Performance & Straßentheater

Eine zeitlos-verzaubernde mobile Bar macht die Freiräume der Stadt zur Bühne. Phantastische Wesen bewirten, untermalt von Licht und Ton,und verwandeln den urbanen (Frei) Raum in eine sich selbst entfaltende Spielwiese. Nicht nur Zeit wird verschenkt. "Bar-Waren" lassen die Zuschauenden zu Teilnehmenden transmutieren, denn niemand kann sich der (Un)-(Freiheit) von Liebe entziehen.

Cubicle shelter: public place for private use? / Elena Kilina (Novosibirsk)

Fotografie / Vortrag

Elena_K.jpg

This paper explores the intersection between new urban spaces and new modalities of ‘homelessness’ in Japanese cities. This article argues that recent social phenomenon of “net café refugees” (netto kafe nanmin – people who substitute ‘manga cafes’ for their domestic residence) is conditioned by new forms of leisure, information technology, social manners, and the long-term contraction of the Japanese domestic economy. The utility of leisure spaces in Tokyo has shifted together with changes in the work habits and professional expectations among the Japanese poor and lower middle class. White-collar workers substitute living rooms for karaoke and saunas and they use capsule hotels in place of regular bedrooms. Many students and the unemployed spend virtually all their time in gaming cafes and 24- hour convenience stores. This study investigates the co-evolution of the “hidden homeless”, Tokyo Internet and comic book spaces called “manga cafés.” Why are more Japanese people ‘living’ in manga net cafés? What can it tell us about changes in the Japanese urban fabric and social landscape? This work aims to observe the dichotomy of public and private place using the example of manga café with “ hidden homeless” and how it can influence dynamic of social changes.

Conversations in Nude / Mihir Srivastava (New Dehli)

Zeichnungen (Society and Culture)

Mihir Srivastava ist ein investigativer Journalist aus Neu Dehli, der in seiner Freizeit ein soziales Experiment wagt: Er zeichnet Akte und bricht damit das Tabu der Nacktheit in Indien. In seinem Buch "Conversations in the nude" berichtet er über seine Erfahrungen. Passagen seines Buches  "Conversations in Nude(erschienen bei HarperCollins-India) durften nur geschwärzt verkauft werden, was weitere Kontroversen erzeugt hat. 

Sein Verlag schreibt:

"Mihir Srivastava sketches naked people. He is fascinated by the tension it calls to the room, the taboos it challenges, the vulnerabilities it exposes and how it sometimes empowers people. Nudity is not just about shedding clothes, he believes, but about letting down a shield that we think protects us.

In a world where the bare body is something to be hidden, to protect our children against, to be banned as obscene, there is no freedom to strip. Not without infringing on the freedom of those who are clothed. Through his search to understand this, Mihir has created what he calls ‘a private space for public nudity’. Public nudity within closed doors. It is still public, because there is no context for this interaction in the raw. No relationship, no prospect of sexual intimacy. This is an artistic collaboration, or perhaps a social experiment, maybe both.

Conversations in the Nude maps that experiment, presents those sketches, chronicles several remarkable sessions. These are the stories of one man’s crazy dream, and of the very many who saw some sense in it."

Weitere Buchrezensionen von "Conversations in the Nude" sind bei Open - Magazine und LiveMint erschienen.  

 

Angewandte Konsensdemokratie / Uwe Lübbermann (Hamburg)

Workshop

"alternative projekte und unternehmen wollen in aller regel demokratischer entscheidungen treffen als konventionelle, idealerweise unter einbeziehung aller beteiligten im konsens. aber wie geht das genau? was tun wenn mal kein konsens erzielt werden kann, wie mit querulanten umgehen und trotzdem sozial bleiben? dazu haben wir mittlerweile über zwölf jahre erfahrung, und teilen diese gerne in einem passenden workshop zum mitmachen."

Website

 

Tage wie dieser - Punks in Tübingen  / Felix Seeger (Tübingen)

Fotografien und Vortrag

Felix_k.jpg

Das Fotoprojekt "Tage wie dieser - Punkerleben in Tübingen" entstand bei Streetwork Tübingen. Mit Einmalkameras hielten Tübinger Punks Situationen aus ihre Lebenswelt fest. Das Ergebnis waren vielseitige eindrucksvolle Momentaufnahmen in denen sich Lebensfreude, Kreativität, Nachdenklichkeit und soziales Miteinander spielgelten.
Die Bilder erschienen als Fotoband und auf großformatigen Bildern, was beides auf der Ausstellung zu sehen sein wird.

 

Ein Artikel im Schwäbischen Tagblatt zum Buch. 

 

Vom Erkunden militärischer Landschaften / Christoph Marischka (Tübingen)

Installation / Ausstellung

Eine kollaborativ gestaltete, wachsende und mutierende Ausstellung, die Bild- und wenn möglich auch Tonaufnahmen mit psychogeografischen Erlebnisberichten vom Erforschen militärischer Landschaften ins Verhältnis setzt. Exkursionen und anschließende Runden zum Austausch über das Gesehene, Gedachte und Gefühlte können für alle Teilnehmenden offen sein, denkbar wären darüber hinaus Gesprächsrunden zu den Funktionen einzelner Standorte wie öffentliche Diskussionen mit Anwohner_innen aktueller wie Bewohner_innen ehemaliger Militärgelände, die sich heute als "Freiräume" verstehen.

  

Zehn Bilder aus dem Inneren des Epplehaus Tübingen / Titus Lenk (Tübingen

Fotografien

titus_k.jpg

MOTIVWAHL:
"Ich arbeite seit mehreren Jahren im Epplehaus Tübingen ehrenamtlich mit. Hier habe ich immer wieder Fotos gemacht und so ist eine eigene Serie von Bildern aus dem Inneren des Epplehaus entstanden. Die Bilder zeigen nicht Menschen, sondern vor allem deren Spuren und Hinterlassenschaften. Viele dieser Epple-Impressionen zeigen ein Motiv in der Nahaufnahme.
Entstanden ist so eine Sammlung von Bildern von Edding-Kritzeleien, Zettel-Nachrichten und Relikten der Party von vergangener Nacht.
Diese Impressionen des Epplehaus', die auch einen Blick hinter die Kulissen des Freiraums Epple ermöglichen, stelle ich im Rahmen dieser Ausstellung einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Es sind Momentaufnahmen von Szenerien, die teilweise nur wenige Stunden oder Tage existiert haben. Viele Fotos dokumentieren Beschwerde-Zettel und damit die Schwierigkeiten in einem selbstverwalteten Freiraum. Es sind in dieser Hinsicht 'ehrliche' Fotos."

ZUM FOTOGRAFEN:
"Seit mehreren Jahren habe ich immer eine kleine Digitalkamera bei mir, um bei sich bei bietender Gelegenheit Schnappschüsse zu machen. Diese zeichnen sich weniger durch ihre Qualität oder Professionalität, denn mehr durch Spontanität und die Wahl des Motivs aus. Eine Auswahl weiterer findet sich auf meinem Bildblog"

Website

 

Jenaer Hausbesetzung: Der Traum ist aus / Filmpiraten (Erfurt)

Dokumentarischer Kurzfilm

„Aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird“ singen Ton Steine Scherben in ihren Song „Der Traum ist aus“. Fast 24 Stunden hatten 3 Besetzer*innen und ca. 150 Unterstützer*innen im und vor dem Haus in der Carl-Zeiss-Straße 11 in Jena durchgehalten. Am Ende haben mehrere Hundert Polizisten die Blockade vor dem Haus geräumt und das Haus gestürmt.
Eine kurze Zusammenfassung wie die Besetzung gestartet ist, was die Motivation der Besetzer*innen und wie die Besetzung beendet wurde zeigt dieser Videobeitrag.

Website